Aktuelles, Projekte, Aktionen, Erfolge

Ackerland für Spekulant?
Ackerflächen werden zunehmend wie Wertpapiere gehandelt – als sichere Geldanlage in unsicheren Zeiten. Eine alarmierende Studie von Finanzwende Recherche zeigt, dass sich der Markt immer weiter von landwirtschaftlichen Bedürfnissen entfernt. Schutzmechanismen werden regelmäßig umgangen.

Dino des Jahres 2025
Der Dinosaurier des Jahres 2025 - Negativpreis des NABU - geht an eine Gruppe von Politikern von CDU/CSU, allen voran an den CDU Landwirtschaftsminister Peter Hauk aus Baden-Württemberg für seine Blockadehaltung bei der Wiederherstellung zerstörter Natur. Das Projekt ist denen offen zu "grün" ...

Wir haben es satt! 2026
Wie jedes Jahr zur Grünen Woche in Berlin wurde demonstriert. Für die Agrarwende. Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Für Mensch, Tier, Natur und Klima. Aktive der AGA und der BI Chattengau waren dabei und haben auch einige interessante fotografische Eindrücke mitgebracht.

Im Klammergriff
Vom Acker bis ins Supermarktregal: Der Konzernatlas bringt Daten und Fakten und zeigt, wie die Agrar- und Lebensmittelindustrie weltweit ihre Macht festigt. Einzelne Beiträge, die die Augen öffnen. Kostenloser Download und Bestellung als gedrucktes Exemplar.

Bei uns in Hessen
Auch wenn Agrarpolitik meist in Brüssel gemacht wird, wollen wir in dieser Rubrik speziell kurze Nachrichten aus der Landwirtschaft inkl. Klima, Umwelt, Natur und Tierschutz sowie Aktivitäten der AGA in Nordhessen bringen.

Newsletter Februar
Themen u.a.

Klima egal?
Weniger Massentierhaltung würde spür- und vor allem messbare Verbesserungen fürs Klima bringen. Und ein generelles Tempolimit ebenfalls. Doch Lobbyisten hier wie dort haben starken Einfluss auf die Maßnahmen. (Siehe Dino des Jahres). Emissionen? Ach, in der Zukunft wird’s schon eine Lösung geben.

Nitrat im Grundwasser
Bereits Mitte Oktober hatte der agrarpolitische Sprecher der hessischen GRÜNEN, Hans-Jürgen Müller, auf Kritik des Hessischen Bauernverbands zum Thema Nitratbelastung reagiert. Wie er betonte, zählt die Landwirtschaft weiterhin zu den Hauptverursachern der Grundwasserbelastung.

Glyphosat-Studie = Fake?
Über 20 Jahre galt eine Studie als Beleg für die Harmlosigkeit von Glyphosat. Jetzt wurde sie wegen gravierender ethischer Mängel von der Fachzeitschrift zurückgezogen. Konkret: Da waren Firmeninteressen und Honorare im Spiel. Kritiker fordern ein neues EU-Zulassungsverfahren.

Plukon bleibt ein Problem
Jetzt hat auch die taz das Thema aufgegriffen. Nach der präzisen Untersuchung des KIT (Karlsruher Institut für Technolgie) nimmt die Stadt Gudensberg Stellung und verweist auf mangelhafte Gesetzgebung des Bundes bzw. der EU. Wir freuen uns, dass diese Erkenntnis nach über 10 Jahren gereift ist.

EU gegen Bio
Corteva und Bayer/Monsanto können wieder jubeln. Der aktuelle Entscheid der EU für die „Marktöffnung“ für NGT Saatgut wird durch die neuen Regeln extrem begünstigt werden auf Kosten von kleinen Saatgutbetrieben, unabhängigen Züchtern und Bio-Produzenten.

U.a. Made in Germany
In der EU verboten, für den Export erlaubt: Hochgefährliche Pestizide werden in großen Mengen aus Europa – auch aus Deutschland – in den Globalen Süden verkauft. Dort fehlen oft Schutzstandards, die Folgen sind gravierende Risiken für Mensch und Umwelt.
Häufige Fragen
Die Aktionsgemeinschaft Agrarwende Nordhessen e.V., kurz AGA-Nordhessen, ist eine Dachorganisation, die sich für eine nachhaltige, bäuerliche, ökologische Landwirtschaft und gegen Massentierhaltung einsetzt.
Eigentlich ja. Wir teilen die Forderungen vieler großer Organisationen. Allerdings wollen wir agrarpolitische Veränderungen auch regional von der Basis her anstoßen– und umsetzen. Deshalb sind bei uns Bürgerinitiativen genauso dabei wie regionale Sektionen bundesweiter Organisationen. Außerdem sind auch engagierte Menschen als aktive oder passive Fördermitglieder willkommen.
Ja. Politik wird nicht nur in Berlin und Brüssel gemacht. Die auf den (Welt-)Markt fixierte Landwirtschaft steckt in der Sackgasse. Das spüren wir zunehmend auch in Nordhessen. Damit wir als betroffene Menschen in den Städten und Dörfern nicht übergangen werden, bündelt die AGA-Nordhessen Kräfte, formiert Widerstand und formuliert Forderungen „nach oben“.
Unsere Arbeit hat bereits Erfolg gezeigt: Neben umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit und medienwirksamen Aktionen konnten inzwischen zwei Großstallprojekte verhindert werden. Näheres zu den Erfolgen in Waldeck und Twiste lesen Sie hier.
Wir informieren – denn vielen Verbrauchern ist nicht klar, wie weit sie durch ihr Verhalten die „große Linie“ mitbestimmen. Wir motivieren, im Kleinen anzufangen und nicht alles hinzunehmen. Damit das gelingt, sammeln wir Expertenwissen aus allen relevanten Bereichen, das in unseren verschiedenen Projektgruppen zur Anwendung kommt. Und wir erheben unsere Stimme durch intensive Öffentlichkeitsarbeit.
Die AGA-Nordhessen kennt die wirtschaftlichen Zwänge der konventionellen Landwirtschaft. Trotzdem kann es ein „Weiter so“ und „Wachsen statt weichen“ nicht geben. Dies ist leider noch immer die Leitlinie des Deutschen Bauernverbands. Doch immer mehr Landwirte wollen aus dieser Wachstumsspirale ausbrechen. Wir unterstützen jeden bäuerlichen Betrieb, der nachhaltig im Sinne der Umwelt wirtschaftet und sich bei der Nutztierhaltung an den Bedürfnissen der Tiere orientiert. Erzeuger und Verbraucher müssen gemeinsam Druck auf Politik sowie Lebensmittelindustrie und -handel ausüben, denn es kann sich etwas zum Guten ändern. Die Aktionsgemeinschaft Agrarwende will dies in Nordhessen leisten. Dabei wissen wir, dass nicht jeder Betrieb sofort auf Bio umstellen kann. Doch eine schrittweise Veränderung ist möglich.
Klartext - Hintergründe und Wissenswertes zur Agrarpolitik
Verkehr und Landwirtschaft verfehlen wieder machbare Klimaziele
Weniger industrielle Tierhaltung aber auch ein generelles Tempolimit wären Maßnahmen, die direkt wirken würden für den Klimaschutz. Nach Daten des Umweltbundesamtes (UBA) verursachte der Verkehrssektor in Deutschland zuletzt rund 145–150 …




