Die Aktionsgemeinschaft Agrarwende Nordhessen e.V., kurz AGA-Nordhessen,  ist eine Dachorganisation, die sich für eine nachhaltige, bäuerliche, ökologische Landwirtschaft und gegen Massentierhaltung einsetzt. [Weiter]


Mastanlage in Waldeck wird nicht gebaut!

Glückwunsch an die BI Waldeck: Der hartnäckige Widerstand war erfolgreich! Es war nervenaufreibend, kräftezehrend und manchmal stressig. Doch am Ende hat es sich gelohnt! Die AGA-Nordhessen gratuliert recht herzlich und erklärt:

In Waldeck wurde besonders offensichtlich, welche Auswirkungen so eine Mastanlage für Mensch, Tier, Umwelt und Natur hat. Wir, die Aktionsgemeinschaft Agrarwende Nordhessen, begrüßen die Entscheidung des Investors, sein Vorhaben nicht umzusetzen. Gleichzeitig hoffen wir, dass dies ein Zeichen auch für andere Landwirte ist, nicht dem Lockruf des vermeintlich sicheren Wachstums zu folgen. Mastanlagen im industriellen Stil haben keine Zukunft! Nordhessen darf und wird nicht der Ersatzstandort der Fleischindustrie für Niedersachsen werden, wo nichts mehr geht.

Unter anderem das Ergebnis der hessischen Landtagswahl hat gezeigt, dass die Menschen nicht mehr bereit sind, gegen jede Vernunft auf die Schönfärberei der Lebensmittelindustrie hereinzufallen. Zukunftsorientierte, ökologische Kriterien für politische Weichenstellungen führen kein Nischendarsein mehr. Auch deshalb wird die Massentierhaltung in absehbarer Zeit in Deutschland und Europa weniger Absatzmärkte finden. Wenn wir allerdings hier in Nordhessen Fleisch für den Weltmarkt produzieren auf Kosten der natürlichen Ressourcen und der Umwelt, dann werden unsere Kinder und Enkelkinder uns zu Recht in wenigen Jahrzehnten verfluchen.

Nun wird nachgetreten. Der Bauernverband Waldeck-Frankenberg schreit Zeter und Mordio und geht nochmal richtig in den Kampfmodus. Leider spielt die Lokalpresse mit und bietet eine Plattform für diese Schmierenkomödie…

Hier die komplette Stellungnahme der AGA zum Aus für die Mastanlage.


Aus aktuellem Anlass: Newsletter Nr. 3 (November 2018) – natürlich ebenfalls zum Aus der Hähnchenmastanlage in Waldeck.

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Vielfalt bewahren – Arten schützen

Podiumsgespräch mit Experten in Baunatal

vl.: Hans-Jürgen Müller, Martin Häusling, Dr. Kai Füldner, Andreas Grede

Hochinformativ, spannend, wichtig, das waren die meistgenannten Urteile der Zuhörer in der Baunataler Stadthalle nach der Veranstaltung. Die AGA-Nordhessen und die Bürgerinitiative Chattengau gegen Massentierhaltung hatten drei Experten aufs Podium geholt, die reichlich Fach- und Insiderwissen mit- und dies auch rüberbrachten.  [lesen]


 

TV-TIPP      „Jetzt mal Klartext“. Die Sendung wurde „live on tape“ produziert, d.h. wenig Schnitt und lebhafte Diskussionen zur geplanten Mastanlage in Waldeck. Mit dabei Madelon Koning von der BI Waldeck und Andreas Grede, Sprecher der AGA-Nordhessen. Die Sendung wurde Ende Oktober ausgestrahlt und kann noch in der ARD-Mediathek angeschaut werden. (Foto, Screenshot HR-Fernsehen)


Newsletter Nr. 2 / Sept. 2018 / Download PDF


NEU: Unsere 16seitige Broschüre für SchülerInnen zeigt gut verständlich den Zusammenhang zwischen Landwirtschaft, Agrarindustrie, Konsum, Ernährung, Lebensmittelverschwendung und Welthunger auf. Aber ohne den berühmten moralischen Zeigefinger!

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Die Broschüre soll vor allem unsere Arbeit an Schulen (von Jahrgangsstufe 6 bis 9) unterstützen. Wir kommen aber auch gerne in die Oberstufe im Rahmen von Umwelt-Projekten, Biologie, Geologie, PoWi u.a. Schreiben Sie uns eine E-Mail an kontakt@aga-nordhessen.de

Mehr zu unserer Arbeit an Schulen


Zeichen setzen! 500 Menschen waren dabei!

Die Protestaktion an der Edertalsperre  am 2. Sept. war ein voller Erfolg. Auf selbstgebastelten Schildern bis hin zu großen Transparenten verschiedener Parteien und NGOs gab es Nachdenkliches und klare Worte. Immer aber war es ein Motto, das alle eint: Wir wollen keine Tierfabriken.

 


Masthuhn-Kampagne der Albert-Schweitzer-Stiftung

„Die Kriterien der Masthuhn-Kampagne bedeuten einen deutlichen Schritt in die richtige Richtung. Anhand des Wissensstandes in den Bereichen Tierschutz und Tiergesundheit wäre noch weit mehr zu fordern, aber die Realität erlaubt keine beliebig großen Schritte.“ Zur Website der ASS

 


Wichtig: Der Widerstand geht in die heiße Phase

In Waldeck (Edersee) ist der Bau einer Hähnchenmastanlage für 79.800 Tiere beantragt. Hier zeigt sich besonders der tier-, menschen- und umweltfeindliche Charakter der Massentierhaltung. Die Bürgerinitiative ProWaldeck kämpft mit großem Einsatz gegen die Anlage. Die Pläne mit Umweltverträglichkeitsprüfung sind jetzt veröffentlicht (über 700 Seiten!). Die Widerspruchsfrist läuft. Eine spezialisierte Anwaltskanzlei prüft im Auftrag der BI. Im Falle der Genehmigung soll geklagt werden. Doch die juristische Fachberatung kostet Geld. Deshalb ruft die AGA-Nordhessen zur finanziellen Unterstützung der BI ProWaldeck auf. Die BI hat ein Spendenkonto eingerichtet:

BI ProWaldeck gegen Massentierhaltung

Waldecker Bank DE03 5236 0059 0105 2013 90

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Die Aktionsgemeinschaft Agrarwende Nordhessen e.V., kurz AGA-Nordhessen,  ist eine Dachorganisation, die sich für eine nachhaltige, bäuerliche, ökologische Landwirtschaft und gegen Massentierhaltung einsetzt.

Gibt es dafür nicht schon genug Umweltschutzverbände?

Eigentlich ja. Wir teilen die Forderungen vieler großer Organisationen. Allerdings wollen wir agrarpolitische Veränderungen auch regional von der Basis her fordern – und umsetzen. Deshalb sind bei uns Bürgerinitiativen genauso dabei wie regionale Sektionen bundesweiter Organisationen. Außerdem sind auch engagierte Menschen als aktive oder passive Fördermitglieder  willkommen.

Bringt das was?

Ja. Politik wird nicht nur in Berlin und Brüssel gemacht. Die auf den (Welt-)Markt fixierte Landwirtschaft steckt in der Sackgasse. Das spüren wir zunehmend auch in Nordhessen. Damit wir als betroffene Menschen in den Städten und Dörfern nicht übergangen werden, bündelt die AGA-Nordhessen Kräfte, formiert Widerstand und formuliert Forderungen „nach oben“.

Und wie soll das konkret gehen?

Wir informieren – denn vielen Verbrauchern ist nicht klar, wie weit sie durch ihr Verhalten die „große Linie“ mitbestimmen. Wir motivieren, im Kleinen anzufangen und nicht alles hinzunehmen. Damit das gelingt, sammeln wir Expertenwissen aus allen relevanten Bereichen. Und wir erheben unsere Stimme durch intensive Öffentlichkeitsarbeit.

Was sagen die Landwirte dazu?

Die AGA-Nordhessen kennt die wirtschaftlichen Zwänge der konventionellen Landwirtschaft. Trotzdem kann es ein „Weiter so“ und „Wachsen statt weichen“ nicht geben. Dies ist leider noch immer die Leitlinie des Deutschen Bauernverbands. Doch immer mehr Landwirte wollen aus dieser Wachstumsspirale ausbrechen. Wir unterstützen jeden bäuerlichen Betrieb, der nachhaltig im Sinne der Umwelt wirtschaftet und sich bei der Nutztierhaltung an den Bedürfnissen der Tiere orientiert. Erzeuger und Verbraucher müssen gemeinsam Druck auf Politik sowie Lebensmittelindustrie und -handel ausüben, denn es kann sich etwas zum Guten ändern. Die Aktionsgemeinschaft Agrarwende will dies in Nordhessen leisten. Dabei wissen wir, dass nicht jeder Betrieb sofort auf Bio umstellen kann. Doch eine schrittweise Veränderung ist möglich.

 

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Aktion Agrar – Landwende jetzt e.V. zu einem wichtigen Thema:

„Der Onlinehandelsriese Amazon streckt seine Finger nach unseren Kühlschränken aus –  mit seinem Lebensmittel-Lieferdienst Amazon fresh. Damit steigt ein Konzern in den Handel mit frischen Lebensmitteln ein, der unberechenbar und für sein aggressives Marktverhalten bekannt ist.  Datensammelwut, massive Verletzung von Arbeitnehmer*innenrechten, Steuervermeidung in Millionenhöhe und der Ruin vieler kleiner Buchläden verheißen nichts Gutes für die Landwirtschaft und Lebensmittelbranche. Was wir für die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft brauchen, sind faire Preise und die Unabhängigkeit der Landwirt*innen von Konzernen. Dahin führen kurze regionale Lieferketten und eine Auswahl an Möglichkeiten der Vermarktung – online und offline.“

Mehr Infos und online unterzeichnen: https://www.aktion-agrar.de/amazon/