Die Aktionsgemeinschaft Agrarwende Nordhessen (e.V. in Gründung), kurz AGA-Nordhessen,  ist eine Dachorganisation, die sich für eine nachhaltige, bäuerliche, ökologische Landwirtschaft und gegen Massentierhaltung einsetzt. [Weiter]


Zeichen setzen! Auf geht´s zur Staumauer.

Die BI Pro Waldeck und die AGA-Nordhessen rufen gemeinsam auf zur Menschenkette auf der Staumauer am Edersee. 

 

Das Flugblatt zur Menschenkette hier zum Download und zur Weiterverbreitung: Handzettel-PDF

Wer eine größere Menge zum Auslegen oder Verteilen in gedruckter Form benötigt, bitte Mail an kontakt@aga-nordhessen.de

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Masthuhn-Kampagne der Albert-Schweitzer-Stiftung

„Die Kriterien der Masthuhn-Kampagne bedeuten einen deutlichen Schritt in die richtige Richtung. Anhand des Wissensstandes in den Bereichen Tierschutz und Tiergesundheit wäre noch weit mehr zu fordern, aber die Realität erlaubt keine beliebig großen Schritte.“ Zur Website der ASS

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Info-Abend am 10.8.2018 in Waldeck

Im gut besetzten Bürgersaal informierte auf Einladung der BI-ProWaldeck gegen Massentierhaltung der Berliner Fachanwalt für Umweltrecht Thorsten Deppner über die formalen Wege einer Einwendung im laufenden Immissionsschutzverfahren. Außerdem wies er auf einige Ungereimtheiten im Antrag des Investors hin, der zwei Mastanlagen für je knapp 40.000 Hähnchen errichten will. Anschließend erläuterte Wolfgang Lehmann, Korbacher Naturschützer und profunder Kenner der heimischen Flora und Fauna, wo es aus geologischer Sicht Schwachstellen in den Antragsunterlagen gibt. Helmut Grupe von der inzwischen aufgelösten (weil erfolgreichen!) BI contra Tierfabriken in Rodewald und anderswo gab einige praktische Tipps für die Einwendungen und machte Mut. Die BI Waldeck hatte Infotische aufgebaut und leistete praktische Unterstützung beim Erstellen von Einwendungen. WICHTIG: Jede/r kann eine Einwendung schreiben. Anschrift und Mustertext siehe weiter unten.

 


Wichtig: Der Widerstand geht in die heiße Phase

In Waldeck (Edersee) ist der Bau einer Hähnchenmastanlage für 79.800 Tiere beantragt. Hier zeigt sich besonders der tier-, menschen- und umweltfeindliche Charakter der Massentierhaltung. Die Bürgerinitiative ProWaldeck kämpft mit großem Einsatz gegen die Anlage. Die Pläne mit Umweltverträglichkeitsprüfung sind jetzt veröffentlicht (über 700 Seiten!). Die Widerspruchsfrist läuft. Eine spezialisierte Anwaltskanzlei prüft im Auftrag der BI. Im Falle der Genehmigung soll geklagt werden. Doch die juristische Fachberatung kostet Geld. Deshalb ruft die AGA-Nordhessen zur finanziellen Unterstützung der BI ProWaldeck auf. Die BI hat ein Spendenkonto eingerichtet:

BI ProWaldeck gegen Massentierhaltung

Waldecker Bank DE03 5236 0059 0105 2013 90

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ACHTUNG: Widerspruch gegen die Hähnchenmast in Waldeck (Edersee) einlegen

Grundsätzlich ist jeder Mensch berechtigt, schriftlich Widerspruch gegen das Bauvorhaben einzulegen. Dies kostet nichts außer ein paar Minuten Zeit und die Briefmarken für ein Einschreiben (geht zur Not auch als E-Mail). Hier finden Sie zum Download in versch. Formaten einen Musterbrief mit Adresse, Aktenzeichen etc.. Ergänzen müssen Sie lediglich Ihre  Adresse und Ihre persönlichen Bedenken. Wichtig: Wenn Sie schriftlich Einwände eingereicht haben, haben Sie bei der öffentlichen Anhörung im Regierungspräsidium Kassel am 18.10.2018 (von 9:30 bis 18 Uhr) Rederecht.

Download Brief als .docx

Download Brief als .doc

Download Brief als .odt

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Die Aktionsgemeinschaft Agrarwende Nordhessen (e.V. in Gründung), kurz AGA-Nordhessen,  ist eine Dachorganisation, die sich für eine nachhaltige, bäuerliche, ökologische Landwirtschaft und gegen Massentierhaltung einsetzt.

Gibt es dafür nicht schon genug Umweltschutzverbände?

Eigentlich ja. Wir teilen die Forderungen vieler großer Organisationen. Allerdings wollen wir agrarpolitische Veränderungen auch regional von der Basis her fordern – und umsetzen. Deshalb sind bei uns Bürgerinitiativen genauso dabei wie regionale Sektionen bundesweiter Organisationen. Außerdem sind auch engagierte Menschen als aktive oder passive Fördermitglieder  willkommen.

Bringt das was?

Ja. Politik wird nicht nur in Berlin und Brüssel gemacht. Die auf den (Welt-)Markt fixierte Landwirtschaft steckt in der Sackgasse. Das spüren wir zunehmend auch in Nordhessen. Damit wir als betroffene Menschen in den Städten und Dörfern nicht übergangen werden, bündelt die AGA-Nordhessen Kräfte, formiert Widerstand und formuliert Forderungen „nach oben“.

Und wie soll das konkret gehen?

Wir informieren – denn vielen Verbrauchern ist nicht klar, wie weit sie durch ihr Verhalten die „große Linie“ mitbestimmen. Wir motivieren, im Kleinen anzufangen und nicht alles hinzunehmen. Damit das gelingt, sammeln wir Expertenwissen aus allen relevanten Bereichen. Und wir erheben unsere Stimme durch intensive Öffentlichkeitsarbeit.

Was sagen die Landwirte dazu?

Die AGA-Nordhessen kennt die wirtschaftlichen Zwänge der konventionellen Landwirtschaft. Trotzdem kann es ein „Weiter so“ und „Wachsen statt weichen“ nicht geben. Dies ist leider noch immer die Leitlinie des Deutschen Bauernverbands. Doch immer mehr Landwirte wollen aus dieser Wachstumsspirale ausbrechen. Wir unterstützen jeden bäuerlichen Betrieb, der nachhaltig im Sinne der Umwelt wirtschaftet und sich bei der Nutztierhaltung an den Bedürfnissen der Tiere orientiert. Erzeuger und Verbraucher müssen gemeinsam Druck auf Politik sowie Lebensmittelindustrie und -handel ausüben, denn es kann sich etwas zum Guten ändern. Die Aktionsgemeinschaft Agrarwende will dies in Nordhessen leisten. Dabei wissen wir, dass nicht jeder Betrieb sofort auf Bio umstellen kann. Doch eine schrittweise Veränderung ist möglich.

 

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Aktion Agrar – Landwende jetzt e.V. zu einem wichtigen Thema:

„Der Onlinehandelsriese Amazon streckt seine Finger nach unseren Kühlschränken aus –  mit seinem Lebensmittel-Lieferdienst Amazon fresh. Damit steigt ein Konzern in den Handel mit frischen Lebensmitteln ein, der unberechenbar und für sein aggressives Marktverhalten bekannt ist.  Datensammelwut, massive Verletzung von Arbeitnehmer*innenrechten, Steuervermeidung in Millionenhöhe und der Ruin vieler kleiner Buchläden verheißen nichts Gutes für die Landwirtschaft und Lebensmittelbranche. Was wir für die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft brauchen, sind faire Preise und die Unabhängigkeit der Landwirt*innen von Konzernen. Dahin führen kurze regionale Lieferketten und eine Auswahl an Möglichkeiten der Vermarktung – online und offline.“

Mehr Infos und online unterzeichnen: https://www.aktion-agrar.de/amazon/