
Fossiles Denken vs. Fortschritt
Lust- und einfallslos verschleudert die Bundesregierung mit dem sogenannten Tankrabatt mal eben rund 1.6 Milliarden Euro und „hofft“, dass dieses Geld auch beim Verbraucher ankommt.
Und was hat das mit der Landwirtschaft zu tun?

Neue Pestizid-Studie
Die EU Kommission ist dabei, das Zulassungsverfahren für Pestizide neu zu gestalten – sprich zu lockern. Zukünftig sollen aktive Wirkstoffe ohne zeitliche Begrenzung zugelassen werden. Dabei ist die Bodenbelastung durch Pestizide längst erheblich. Ergebnisse einer Studie.

Niedenstein pestizidfrei!
Veränderung anfangen statt nur darüber zu reden. Die Stadt Niedenstein macht mit bei der Aktion „Pestizidfreie Kommune“ des BUND: Ein guter Schritt, der zum Nachdenken und Nachmachen anregen sollte. Es geht auch um ein neues Empfinden bzw. eine neue Wahrnehmung der Natur.
Newsletter März 2026
Themen u.a.
- Eröffnung Wanderausstellung Biodiversität
- Gastbeitrag Neue Gentechnik: Was uns droht
- Europäische Bürgerinitiative GOODFOOD4ALL
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Im Klammergriff
Vom Acker bis ins Supermarktregal: Der Konzernatlas bringt Daten und Fakten und zeigt, wie die Agrar- und Lebensmittelindustrie weltweit ihre Macht festigt. Einzelne Beiträge, die die Augen öffnen. Kostenloser Download und Bestellung als gedrucktes Exemplar.

Ackerland in Spekulantenhand?
Ackerflächen werden zunehmend wie Wertpapiere gehandelt – als sichere Geldanlage in unsicheren Zeiten. Eine alarmierende Studie von Finanzwende Recherche zeigt, dass sich der Markt immer weiter von landwirtschaftlichen Bedürfnissen entfernt. Schutzmechanismen werden regelmäßig umgangen.

Nitrat im Grundwasser
Bereits Mitte Oktober hatte der agrarpolitische Sprecher der hessischen GRÜNEN, Hans-Jürgen Müller, auf Kritik des Hessischen Bauernverbands zum Thema Nitratbelastung reagiert. Wie er betonte, zählt die Landwirtschaft weiterhin zu den Hauptverursachern der Grundwasserbelastung.
Häufige Fragen
Die Aktionsgemeinschaft Agrarwende Nordhessen e.V., kurz AGA-Nordhessen, ist eine Dachorganisation, die sich für eine nachhaltige, bäuerliche, ökologische Landwirtschaft und gegen Massentierhaltung einsetzt.
Gibt es dafür nicht schon genug Umweltschutzverbände?
Eigentlich ja. Wir teilen die Forderungen vieler großer Organisationen. Allerdings wollen wir agrarpolitische Veränderungen auch regional von der Basis her anstoßen– und umsetzen. Deshalb sind bei uns Bürgerinitiativen genauso dabei wie regionale Sektionen bundesweiter Organisationen. Außerdem sind auch engagierte Menschen als aktive oder passive Fördermitglieder willkommen.
Bringt das was?
Ja. Politik wird nicht nur in Berlin und Brüssel gemacht. Die auf den (Welt-)Markt fixierte Landwirtschaft steckt in der Sackgasse. Das spüren wir zunehmend auch in Nordhessen. Damit wir als betroffene Menschen in den Städten und Dörfern nicht übergangen werden, bündelt die AGA-Nordhessen Kräfte, formiert Widerstand und formuliert Forderungen „nach oben“.
Unsere Arbeit hat bereits Erfolg gezeigt: Neben umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit und medienwirksamen Aktionen konnten inzwischen zwei Großstallprojekte verhindert werden. Näheres zu den Erfolgen in Waldeck und Twiste lesen Sie hier.
Und wie soll das konkret gehen?
Wir informieren – denn vielen Verbrauchern ist nicht klar, wie weit sie durch ihr Verhalten die „große Linie“ mitbestimmen. Wir motivieren, im Kleinen anzufangen und nicht alles hinzunehmen. Damit das gelingt, sammeln wir Expertenwissen aus allen relevanten Bereichen, das in unseren verschiedenen Projektgruppen zur Anwendung kommt. Und wir erheben unsere Stimme durch intensive Öffentlichkeitsarbeit.
Was sagen die Landwirte dazu?
Die AGA-Nordhessen kennt die wirtschaftlichen Zwänge der konventionellen Landwirtschaft. Trotzdem kann es ein „Weiter so“ und „Wachsen statt weichen“ nicht geben. Dies ist leider noch immer die Leitlinie des Deutschen Bauernverbands. Doch immer mehr Landwirte wollen aus dieser Wachstumsspirale ausbrechen. Wir unterstützen jeden bäuerlichen Betrieb, der nachhaltig im Sinne der Umwelt wirtschaftet und sich bei der Nutztierhaltung an den Bedürfnissen der Tiere orientiert. Erzeuger und Verbraucher müssen gemeinsam Druck auf Politik sowie Lebensmittelindustrie und -handel ausüben, denn es kann sich etwas zum Guten ändern. Die Aktionsgemeinschaft Agrarwende will dies in Nordhessen leisten. Dabei wissen wir, dass nicht jeder Betrieb sofort auf Bio umstellen kann. Doch eine schrittweise Veränderung ist möglich.



