Schule

Schule

„Agrarwende macht Schule“ – unter diesem Motto bringen wir das Thema der nachhaltigen Landwirtschaft an die nordhessischen Schulen.

Unser Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler über Themen wie Ernährung, Landwirtschaft und Tierschutz zu informieren bzw. zu sensibilisieren, zum Nachdenken anzuregen und zum Aktivwerden zu motivieren. Gerade für die junge Generation sind diese Themen von entscheidender Wichtigkeit, weil sie ihre Zukunft so unmittelbar betreffen. Trotzdem werden sie im täglichen Schulunterricht leider viel zu wenig behandelt.

Unser Angebot an Schulen: Wir bieten ein kompetentes Netzwerk an ReferentInnen und Lehrkräften, das an Schulen in unserer Region, in allen Jahrgangsstufen und Unterrichtsfächern, rund um das Thema Agrarwende informiert. Das kann in Form von einzelnen Unterrichtsstunden, Projekttagen oder einem anderen Format erfolgen. Die Themenauswahl wird individuell abgestimmt. Didaktisch aufbereitetes Unterrichtsmaterial ist vorhanden. Bei Interesse Kontaktaufnahme über kontakt@aga-nordhessen.de

Am Mitmachen interessiert? Unser ReferentInnen-Netzwerk sucht Verstärkung!

In dieser Arbeitsgruppe können sich Menschen zusammentun, die Wissen über Landwirtschaft und Tierhaltung sachlich und gleichzeitig altersgemäß vermitteln können. Dies können, müssen aber nicht zwingend LehrerInnen sein. Auch Lehramtsstudierende und ReferendarInnen sowie interessierte Menschen, die Erfahrung im Bereich Schule sammeln möchten, können mitmachen und eine „Einarbeitung“ erhalten.

Material ist vorhanden, wird aber auch laufend ergänzt und erweitert. Eine ausführliche, didaktisch aufbereitete Materialmappe für die Unterrichtsgestaltung mit Vorlagen, Arbeitsblättern usw. wird zurzeit ausgearbeitet.

Jeder, ob er nun gerne selbst im Klassenzimmer stehen oder sich an der Erstellung von Unterrichtsmaterial beteiligen möchte, ist herzlich willkommen.

Bei Interesse bitte E-Mail an kontakt@aga-nordhessen.de (Betreff Schule).


Unsere 16-seitige Broschüre zeigt gut verständlich und altersgerecht, ohne „moralischen Zeigefinger“, den Zusammenhang zwischen Landwirtschaft, Agrarindustrie, Konsum, Ernährung, Lebensmittelverschwendung und Welthunger auf. Sie ist in erster Linie für die Jahrgangsstufe 6 – 9 konzipiert, kann aber als Einstieg z.B. bei Projekttagen auch für höhere Jahrgangsstufen genutzt werden. Zum Mitnehmen nach dem Projekt an Ihrer Schule, aber auch direkt hier: Download Broschüre PDF


AGA-Nordhessen lud Schülerzeitungsredakteure ins Naturkundemuseum Kassel ein

„Ausgesummt“ und die Folgen

Das Thema „Insektensterben“ ist seit der sogenannten Krefelder Studie in das öffentliche Interesse gerückt. Die Zahlen sind dramatisch, die Folgen für die Natur und den Menschen auch. Dies zeigt die laufende Sonderausstellung im Naturkundemuseum Kassel (bis 14. Oktober).

Auf Einladung der Aktionsgemeinschaft Agrarwende Nordhessen besuchten jetzt junge Redakteure von Schülerzeitungen die Ausstellung, durch die Museumsleiter und Kurator Dr. Kai Füldner persönlich führte. Anschaulich erläuterte Dr. Füldner die Folgen der regelrechten Aussterbewelle von Insekten und fand dabei auch deutliche Worte für die Ursachen. Bodenversiegelung, Lichtverschmutzung sowie zu viel Gift und zu wenig naturbelassene Flecken in Privatgärten zählen dazu. Hauptverursacher aber bleibt laut Füldner die Agrarindustrie, die Monokulturen fördert.
Denn durch Großflächen verschwinden nicht nur artenreiche Wiesen, die in zu stark gedüngten Produktionsflächen (Äckern) umgewandelt werden, oft für den Maisanbau und Biogasanlagen. Der Einsatz von Neonicotinoiden (kurz Neonics) sorgt für eine Vernichtung der Insekten: das Nervengift stört u.a. den Orientierungssinn und sorgt für Verhaltensänderungen, die zum Aussterben führen.
Auch den populären Begriff „Bienensterben“ relativierte Dr. Füldner. Glücklicherweise ist die Honigbiene dank vieler Imker nicht vom Aussterben bedroht. Allerdings ist deren Bestäubungs-leistung vergleichsweise niedrig. Wildbienen und Falter leisten wesentlich mehr, werden aber durch die Neonics mehr und mehr verdrängt. In China müssen Obstplantagen schon von Menschenhand bestäubt werden.
Die Schülerinnen und Schüler machten sich umfangreiche Notizen und wollen das Gehörte und Gesehene in ihren Redaktionen einbringen. Dr. Füldner sprach auch von seiner persönlichen Motivation und erklärte, wie so eine Ausstellung überhaupt entsteht. Im abschließenden Gespräch gaben die Teilnehmer ein positives Feedback. „Ich hatte echt Sorge, dass die Ausstellung langweilig ist bei dem Thema. Aber die ist richtig interessant gemacht“, sagte ein Schüler.
Mit dabei war Andreas Grede, Sprecher und Vorstand der AGA-Nordhessen e.V.. Er betonte die Bedeutung von Informationen und Aufklärung über diese wichtigen Themen. Deshalb seien Schülerinnen und Schüler, die sich bei einer Schülerzeitung engagieren, genau die richtigen Adressaten für die Ausstellung. Die AGA-Nordhessen bietet seit kurzem auch ganze Unterrichtseinheiten für die verschiedenen Jahrgangsstufen an, um junge Menschen für die Themen Natur- und Umweltschutz sowie Tierschutz zu sensibilisieren. Zudem wurde eine 16-seitige Broschüre für SchülerInnen erstellt. Interessierte Schulen können sich per Mail an die AGA-Nordhessen wenden.