Bio-Forschung wird zusammengestrichen

Forschung ist für den Ökolandbau keine Nebensache. Im Gegenteil: Wo chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche Mineraldünger nicht eingesetzt werden, müssen andere Lösungen gefunden werden. Doch trotz anders lautender Statements will das BMLEH im nächsten Haushalt erheblich weniger Mittel zur Verfügung stellen.

Was bleibt nach dem Hitzesommer

Der Sommer 2026 hat gezeigt, wie verletzlich die Landwirtschaft gegenüber Wetterextremen inzwischen ist. In Hessen war der Sommer der heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen. Klar also, dass was passieren muss in der Landwirtschaft, oder? Bundeslandwirtschaftsminister Rainer denkt in kürzeren Zeiträumen. Dauernd diese Wahlen …

Wasser schützen statt Regeln abbauen

Vor der Agrarministerkonferenz in Würzburg protestierte das Bündnis
Wir haben es satt! Die Forderung: Schluss mit dem Abbau von Schutzregeln – für sauberes Wasser, gesunde Böden und mehr Unterstützung für umweltschonende Landwirtschaft.

Bei uns in Hessen

Auch wenn Agrarpolitik meist in Brüssel gemacht wird, wollen wir in dieser Rubrik speziell kurze Nachrichten aus der Landwirtschaft inkl. Klima, Umwelt, Natur und Tierschutz sowie Aktivitäten der AGA in Nordhessen bringen.

Schlechte Bilanz für die Umwelt

Ob Tierwohl, Gewässerschutz oder Ökolandbau: Landwirtschafts-minister Rainer betreibt nicht immer aktiven „Rückbau“, aber Vorhaben der Vorgängerregierung werden oft nicht weiterverfolgt. Bürokratieabbau und Marktorientierung oder Ernährungssicherheit dienen als Deckmäntelchen, wenn er beispielsweise strengere Regeln bei Pestizidrückständen in der EU ablehnt.

Newsletter Oktober 2026

Themen u.a.

  • Hitzewelle – was bleibt
  • Bio-Forschung wird zusammengestrichen
  • Schulprojekt
  • Linktipps

Biodiversität. Ausstellung im Philipp-Soldan Forum FKB

In Frankenberg referierte Eberhard Leicht fachkundig zum Thema Moore, über die Bedeutung für die Biodiversität und den Klimaschutz. Spannend!

Wir gehen in die Schule

Ernährung ist ein wichtiges Thema für Kinder und Jugendliche. Doch selten werden Gewohnheiten auch mal hinterfragt. Schon deshalb ist es wichtig, Zusammenhänge zu vermitteln. Wie waren wieder an der Ursulinenschule Fritzlar.

Landwirtschaft im Klimastress

Der Deutsche Bauernverband fordert finanzielle Hilfen für die dürregeplagte Landwirtschaft. Doch zahlreiche Umweltverbände und -organisationen erklären deutlich, warum das keine dauerhafte Lösung sein kann. Die wichtigsten Stellungnahmen.

Häufige Fragen

Die Aktionsgemeinschaft Agrarwende Nordhessen e.V., kurz AGA-Nordhessen, ist eine Dachorganisation, die sich für eine nachhaltige, bäuerliche, ökologische Landwirtschaft und gegen Massentierhaltung einsetzt.

Gibt es dafür nicht schon genug Umweltschutzverbände?

Eigentlich ja. Wir teilen die Forderungen vieler großer Organisationen. Allerdings wollen wir agrarpolitische Veränderungen auch regional von der Basis her anstoßen– und umsetzen. Deshalb sind bei uns Bürgerinitiativen genauso dabei wie regionale Sektionen bundesweiter Organisationen. Außerdem sind auch engagierte Menschen als aktive oder passive Fördermitglieder  willkommen.

Bringt das was?

Ja. Politik wird nicht nur in Berlin und Brüssel gemacht. Die auf den (Welt-)Markt fixierte Landwirtschaft steckt in der Sackgasse. Das spüren wir zunehmend auch in Nordhessen. Damit wir als betroffene Menschen in den Städten und Dörfern nicht übergangen werden, bündelt die AGA-Nordhessen Kräfte, formiert Widerstand und formuliert Forderungen „nach oben“.
Unsere Arbeit hat bereits Erfolg gezeigt: Neben umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit und medienwirksamen Aktionen konnten inzwischen zwei Großstallprojekte verhindert werden. Näheres zu den Erfolgen in Waldeck und Twiste lesen Sie hier.

Und wie soll das konkret gehen?

Wir informieren – denn vielen Verbrauchern ist nicht klar, wie weit sie durch ihr Verhalten die „große Linie“ mitbestimmen. Wir motivieren, im Kleinen anzufangen und nicht alles hinzunehmen. Damit das gelingt, sammeln wir Expertenwissen aus allen relevanten Bereichen, das in unseren verschiedenen Projektgruppen zur Anwendung kommt. Und wir erheben unsere Stimme durch intensive Öffentlichkeitsarbeit.

Was sagen die Landwirte dazu?

Die AGA-Nordhessen kennt die wirtschaftlichen Zwänge der konventionellen Landwirtschaft. Trotzdem kann es ein „Weiter so“ und „Wachsen statt weichen“ nicht geben. Dies ist leider noch immer die Leitlinie des Deutschen Bauernverbands. Doch immer mehr Landwirte wollen aus dieser Wachstumsspirale ausbrechen. Wir unterstützen jeden bäuerlichen Betrieb, der nachhaltig im Sinne der Umwelt wirtschaftet und sich bei der Nutztierhaltung an den Bedürfnissen der Tiere orientiert. Erzeuger und Verbraucher müssen gemeinsam Druck auf Politik sowie Lebensmittelindustrie und -handel ausüben, denn es kann sich etwas zum Guten ändern. Die Aktionsgemeinschaft Agrarwende will dies in Nordhessen leisten. Dabei wissen wir, dass nicht jeder Betrieb sofort auf Bio umstellen kann. Doch eine schrittweise Veränderung ist möglich.

Nach oben scrollen