Unsere Ausstellung in Frankenberg

Kein Leben ohne Natur war am 26. und 27. September im Philipp-Soldan Forum in Frankenberg zu sehen. Ein toller Ort für unsere Tafeln, schon was den großzügigen Raum und das Licht anging.

Ob Boden, Wasser, Luft, Moore, Insekten oder Pestizide – die Schülerinnen und Schüler näherten sich den vielfältigen Themen auf kreative und oftmals überraschende Weise. Ihre Bilder zeigten eindrucksvoll wie facettenreich und pointiert sich Umweltthemen künstlerisch darstellen lassen. Auch die vierten Klassen der Frankenberger Regenbogenschule waren mit Bildern vertreten.

Ein Vortrag von Eberhard Leicht am Sonntag zum Thema „Moore“ vertiefte eine zentrale Botschaft der Ausstellung: Moore sind unverzichtbar, weil sie klimaschädliches CO2 speichern. Anhand zahlreicher Grafiken und Bilder erläuterte der ehemalige Forstamtsleiter von Burgwald die lange Geschichte der Moorzerstörung sowie die Bemühungen, die verbliebenen Moorflächen zu bewahren. In den kleinen hessischen Waldmooren ist zwar deutlich weniger Kohlenstoff gespeichert als in den Mooren Norddeutschlands; bezogen auf die Fläche enthalten sie jedoch etwa zehnmal so viel Kohlenstoff wie die oberirdische Biomasse des hessischen Waldes.

Deshalb gilt es auch in Waldmooren zu verhindern, dass sie durch Eingriffe oder den fortschreitenden Klimawandel trockenfallen und sich der Torfkörper zersetzt. Andernfalls würden nicht nur der gebundene Kohlenstoff als CO2, sondern auch die noch schädlicheren Treibhausgase Methan und Lachgas in die Atmosphäre gelangen. Nicht zuletzt trägt der Erhalt der Moore dazu bei, hochspezialisierte Lebensgemeinschaften mit vielen seltenen Pflanzen- und Tierarten zu bewahren. Besonders hervor hob Eberhard Leicht in seinem 45-minütigen Vortrag die Bedeutung der Franzosenwiesen in Burgwald, welche das größte zusammenhängende Moorgebiet Hessens bilden. (JL)

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