Regionale Meldungen

Agrarpolitik und damit auch die Agrarwende werden ganz wesentlich überregional bestimmt. Die EU mit ihrer Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), ihren Verordnungen und Bestimmungen gibt den Rahmen vor, was in Nordhessen geht – und was nicht. Gleichzeitig schludert das Bundeslandwirtschaftsministerium und macht sich viel zu oft zum Büttel der industriellen Agrarlobby. Ob Gylphosat, Massentierhaltung oder Klimakrise: Lenkende Maßnahmen gibt es nur in Tippelschritten und auch nur, wenn der gesellschaftliche Druck derart hoch ist, dass Frau Klöckner nicht mehr anders kann.

Auf dieser Seite möchten wir dennoch in Kurzmeldungen über Neuigkeiten und Veränderungen hier vor unserer Haustür berichten. Unabhängig von Aktionen und Veranstaltungen, denen weiterhin ein eigener Beitrag gewidmet wird.

Projekt Nachhaltiges NordhESSEN eingestellt

Die Idee war überzeugend, die AGA war oft dabei: Nachhaltiges NordhESSEN sollte einen Foodhub (Lebensmittelverteilzentrum) initiieren. Auch kleinbäuerliche, regionale Betriebe sollten dort einen Abnehmer für ihre Erzeugnisse finden. Geplant war, Großküchen (Kantinen, Gastronomie) als Abnehmer zu finden.

Anfang Februar teilte die Projektleitung mit, dass das Projekt eingestellt werde. U.a. sei es nicht gelungen, „eine vollumfängliche Unterstützung für unseren kollektiven, territorialen Ansatz zu erhalten“.

Sehr, sehr schade, war der einhellige Kommentar des AGA-Vorstands. Bleibt zu hoffen, dass die Idee weiter lebt und irgendwann wieder aufgegriffen wird.

 

AGA unterstützt KASSEL MUSS HANDELN

„Kassel muss handeln“ ist ein Projekt des Klimaaktionsbündnisses, in dem sich viele Kasseler Initiativen zusammengeschlossen haben. Es geht um Klimagerechtigkeit in Hinblick auf die Kommunalwahlen am 14. März 2021. Im Bündnis sind viele namhafte Organisationen, Unternehmen, Vereine dabei.

Mit einem offenen Brief soll der Druck auf die Stadtverordneten erhöht werden, damit sie sich tatsächlich in Sachen Klima engagieren. Die AGA hat diesen Brief mit unterzeichnet.

Offener Brief als PDF

Schwalm-Eder-Kreis ist jetzt Ökoland-Modellregion

Positives gibt es aus dem Schwalm-Eder-Kreis zu berichten. Mit der Anerkennung als Ökoland-Modellregion wird sich der Kreis zukünftig stärker für regionale, nachhaltige vor allem aber Bio-Produkte einsetzen. Auch hier geht es besonders um Vermarktungsstrukturen. U.a. sollen Direktvermarktung der Höfe gefördert, aber auch der Lebensmitteleinzelhandel verstärkt informiert und eingebunden werden.

Koordiniert wird das Projekt von Stefan Itter, der seit 2002 einen Biobetrieb in Niedenstein-Kirchberg bewirtschaftet sowie Stefanie Eisenach, die im landwirtschaftlichen Umfeld aufgewachsen ist und sich u.a. wissenschaftlich mit Biowertschöpfungsketten beschäftigt hat.

(Quelle: https://www.seknews.de/2021/01/15/oekolandbau-kreis-ist-jetzt-modellregion/#more-136440)

 

Vormerken und hoffen: Tag der Erde 2021 in Kassel

Vielleicht klappt es ja doch. Am Sonntag, 20. Juni, soll er unter Coronabedingungen mit viel Raum und Abstand auf der grünen Wiese stattfinden. Der genaue Standort wird noch bekanntgegeben.

Die AGA wird natürlich dabei sein, sofern eine Durchführung möglich ist. Wir drücken die Daumen und hoffen mit den Veranstaltern, dass es klappt.

(Quelle: https://tag-der-erde.net/)