
Luft
Luft unter Druck – die Massentierhaltung zeigt Folgen
Ammoniak – Unsichtbar, aber gefährlich
Riecht streng, schadet stark: Ammoniak entsteht vor allem beim Ausbringen von Gülle und Dünger. In der Luft verbindet es sich mit anderen Stoffen und bildet Feinstaub. Die winzigen Partikel belasten unsere Atemluft, gefährden die Gesundheit und schädigen Pflanzen und Böden. Der Großteil stammt aus der intensiven Tierhaltung – ein Problem, das uns alle betrifft.
Methan & Lachgas – Klimakiller aus dem Stall
Kühe rülpsen Methan – und das in großen Mengen. 2022 war die Landwirtschaft für mehr als 75 % der Methan-Emissionen in Deutschland verantwortlich. Auch Lachgas aus überdüngten Böden heizt das Klima massiv an – 300-mal stärker als CO₂. Drei Viertel der gesamten Methan-Emissionen stammen aus der Landwirtschaft.
Pestizide gehen in die Luft
Pestizide bleiben nicht auf dem Acker. Sie verdunsten, werden vom Wind verweht auf benachbarte Grundstücke, in Naturschutzgebiete, Parks, auf biologisch bewirtschaftete Äcker, Spielplätze, Schulhöfe und somit in die menschliche Lunge. In der Luft sind sie für uns unsichtbar, aber nicht ungefährlich. Einige stehen im Verdacht, Krebs oder Parkinson auszulösen. In den Zulassungsverfahren wird das kaum geprüft.
Was ist zu tun?
Weniger Tiere, bessere Fütterung, weniger Fleischkonsum. Gülle muss emissionsarm gelagert und ausgebracht werden, Ställe besser belüftet sein. Und: Ein Glyphosat-Verbot und ein Luft-Monitoring für Pestizide – wie es z.B. Schweden längst hat – wären überfällig.
