Massentierhaltung ist eine wesentliche Ursache für die Verbreitung von Krankheiten.
Letztes Jahr hatte es Grifte erwischt. 15.000 Legehennen mussten getötet werden. Und auch in diesem Jahr gibt es in Nordhessen erste Nachweise von Vogelgrippe bei Wildvögeln. Doch Wildvögel sind die Boten, nicht die Ursache, kommentiert eine Redakteurin treffend beim Deutschlandfunk. Und wird noch deutlicher: Ein Ende der Massentierhaltung wäre der beste Schutz.
Diese Tatsache betont ebenfalls der Thüringer Landesverband des BUND und fordert, die Ursachen statt die Symptome zu bekämpfen.
Leider bleibt auch das Fazit unserer Redakteurin in ihrem Beitrag vom Vorjahr topaktuell: Die aktuellen Geflügelpest-Ausbrüche unterstreichen einmal mehr den Ruf nach der dringend erforderlichen Wende in der Landwirtschaft und einem Ausstieg aus der industriellen Tierhaltung.
Update (17.12.2025)
Stellungnahme von Hans-Jürgen Müller, Sprecher für Landwirtschaft der GRÜNEN Landtagsfraktion, zur Forderung der AfD nach einer Stallpflicht für Geflügel:
„Die Vogelgrippe ist eine große Herausforderung – für Geflügelhalter*innen, die um ihre Tiere fürchten, und für den Artenschutz, weil auch Kraniche und andere Wildvögel an der Krankheit sterben. Eine flächendeckende und pauschale Stallpflicht wird das Problem aber nicht lösen. Stattdessen sollte Hessen weiterhin auf gezielte Biosicherheitsmaßnahmen setzen. Und wir müssen an den Kern des Problems ran: Laut Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit entstehen hoch gefährliche Viren in intensiven Geflügelbetrieben und breiten sich dort besonders schnell aus. Wir brauchen zur Bekämpfung von Tierseuchen also gesetzliche Regelungen und finanzielle Mittel für den Umbau der Tierhaltung, hin zu mehr Tierwohl.“

